Geschmackssache: Max is(s)t kämpferisch…

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Max' Kulinarische Kolumne - Lammfilet, Kartoffel-Gnocchi & Dessert

Vor 1990 hießt es einmal im Jahr: Alles raus zum 1. Mai. Das ist längst vorbei. Demonstriert wird heute auf andere Weise und zu anderen Themen. Und nun sollen Sie sogar am früheren Kampftag möglichst drinnen bleiben. Das wäre ein Grund, zu zweit (mehr ist ja schon eine Ansammlung) zu kochen und vielleicht ein Drei-Gang-Menü von Alfons Schuhbeck zu genießen, zu dem ich Ihnen Varianten anbiete. 


Die kulinarische Trilogie beginnt mit einer Vorspeise aus Lammfilet und einem schmackhaften Salat. Dafür werden zwei Lammfilets, die gibt’s auch im Tiefkühlfach im gut sortierten Lebensmittelmarkt, mit Salz, Pfeffer und Bohnenkraut gewürzt, bei schwacher Hitze etwa drei Minuten rosa gebraten und dann in schräge Scheiben geschnitten.


Für den Salat wird eine Gurke halbiert, entkernt und in nicht zu dünne Stücke geschnitten. Außerdem wird ein Apfel geviertelt, ebenfalls entkernt und in dünne Scheiben geschnitten. Sodann wird aus 150 Gramm entrahmten Jogurt, einem Teelöffel Zitronensaft, einer Knoblauchzehe und einem Teelöffel gehacktem Dill eine Marinade zubereitet, die mit Salz, Cayennepfeffer und etwas Zucker abgeschmeckt wird. Alles mit dem Fleisch anrichten und genießen. Eine weitere Variante wäre, zum Lamm grünen Löwenzahnsalat und Brotchips zu reichen. 

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Start frei für Runde zwei. Es gibt Kartoffelgnocchi. Dazu werden etwa 300 Gramm durchgedrückte und ausgekühlte Kartoffeln mit einem Eigelb, Salz. Pfeffer und Muskatnuss vermischt, mit 20 Gramm Speisestärke und zehn Gramm Hartweizengrieß zügig zu einem glatten Teig verknetet. Daraus formen Sie nicht zu dicke Rollen, teilen diese in walnussgroße Stücke und schneiden sie schräg in Rauten. Nun kommen die Gnocchi in kochendes Salzwasser. Dann die Hitze reduzieren und die Dinger aus dem Wasser nehmen, wenn sie an die Oberfläche steigen und noch etwas Zeit zum Ziehen hatten.


Jetzt blüht ihnen in einer Auflaufform ein Hitzeurlaub im auf 180 Grad vorgeheizten Backofen. Der schmackhaften Geselligkeit halber werden sie mit 100 Gramm Spinat und 50 Gramm Bärlauch verbandelt, die mit Gemüsebrühe, gut 20 Gramm Butter und einer Knoblauchzehe erhitzt wurden. Alles gut mit den Gnocchi und Kräutern wie Petersilie, Kerbel und Basilikum vermischen, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und mit Parmesan bestreuen.


Das Ganze wird etwa eine Viertelstunde goldbraun überbacken. Alles anrichten und mit einem Glas guten Weißweins genießen. Als Variante biete ich an, die Gnocchi mit Spargelstückchen und Bärlauchpesto in Szene zu setzen, aber nicht als Gratin zu vollenden. Trefflich „korrespondierender“ Käse wäre dazu die Dresdner Berle, die es u.a. mit Roter Bete gibt.


Krönendes Finale des frühlingshaft-kulinarischen Starts in den Mai könnte ein Griesflammeri mit Rharbarber sein. Nicht übel ist auch die Idee, mit Quarkkeulchen oder einem Vanillepudding zu kombinieren. Die Rezepte dazu erfahren Sie an bekannter Stelle in meiner virtuellen Sammlung. Freuen Sie sich auf süßen Genuss mit einer pikant-fruchtigen Note.


Danach aber empfehle ich Ihnen einen Spaziergang in den Mai. Mit Abstand zu Dritten, versteht sich. Vielleicht haben Sie ja noch eine Mainelke aus vergangenen Tagen zu Hause. Ich jedenfalls werde meine wieder anlegen und so auf meine Weise demonstrieren.

Diese Kolumne erschien am 29. April 2020 in der Schweriner Volkszeitung.

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