Geschmackssache: Max is(s)t erfrischend…

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Max' Kulinarische Kolumne - Sommerliche Obstsalate

Geht es Ihnen gerade in der warmen auch manchmal so, dass Sie zeitweilig auf gar nichts Appetit haben? Allein die Vorstellung an bestimmte Zutaten und Gerichte erzeugt nach dem Motto: Großhirn an Mund: „Schließen…“, eine Sättigung, ohne gegessen zu haben. Das ist zwar auch eine Art Schlankheitskur, aber wohl nicht Sinn der Sache. Meinen Appetit reanimiert dann meistens ein frischer Obstsalat, den man im Sommer zu allen Tageszeiten verputzen kann.


Darin wechseln sich saure und süße Komponenten nahezu optimal ab und ergänzen sich geschmackstechnisch fabelhaft. Außerdem sind solche Kompositionen meist im Handumdrehen erledigt und bedürfen keiner großen kochtechnischen Erfahrung. Ich jedenfalls greife dann in vollen Zügen in das sommerliche Obstangebot. Immerhin kann man in gut sortierten Obstregalen, noch besser: auf dem Markt von Direkterzeugern, vor allem Beeren, wie Blau- und Brombeeren, Johannisbeeren, oder Himbeeren und Erdbeeren aus der Region erwerben. Aber auch heimische Äpfel und Birnen oder Pfirsiche, Aprikosen, Bananen und Ananas bis hin zur Melone reihen sich in die geschmackliche Komposition eines erfrischenden Obstsalats trefflich ein.

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Das Procedere für die Herstellung eines solchen Salats ist denkbar einfach: Alles, außer die kleineren Beeren, in mundgerechte Stücke schneiden, vorsichtig mischen, damit die Beeren keinen Schaden erleiden, und ganz nach Geschmack vielleicht mit Limettenabrieb und/oder -Saft bestreuen bzw. beträufeln, oder einer Art Vinaigrette ergänzen.


Von einer Hausfrau aus Bramsche habe ich ein Rezept für einen Obstsalat meines Vertrauens gefunden, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Sie verarbeitet für den Salat Bananen, Orangen, Äpfel und Birnen, die sie klein schneidet und mit dem Saft einer Zitrone und einer weiteren Orange übergießt. Als Zugabe fügt sie dem Salat eine Mischung aus Joghurt, Kokosraspeln und Vanillezucker bei. Das regt die Geschmacksnerven gut an, kann ich Ihnen versprechen.


Nicht weniger verführerisch ist ein Salat aus Beeren, Ananas, Melone, Pfirsich und Apfel, der mit einer Mischung aus Honig und Orangensaft zubereitet wird. Auch das weckt die Lebensgeister neu erwachenden Appetits. Ein solcher Salat eignet sich auch mit einem mehr oder weniger guten Schuss Rum für eine „beschwipste“ Variante, die man  sich jedoch lieber in den Abendstunden auf der Terrasse gönnen sollte. Geschmacklich sehr pikant ist auch ein Salat, den Sie mit Ananas, Papaya, Kiwi, Granatapfelkernen und Limettensaft zubereiten können.


Ganz oben auf der sommerlichen Beliebtheitsskala liegen auch Obstsalate, die mit Melonen zubereitet werden. Mit Minze und Limette, eventuell auch mit Holunderblütensirup ergeben beispielsweise Wassermelonen eine perfekte Ergänzung für einen erfrischenden Gaumenkitzel. Auch dazu kann man Joghurt reichen und sogar mit Quinoa oder Mohn kombinieren. Gleiches gilt für eine Kombi aus Ananas, Honigmelone, Passionsfrucht, Apfel, Orange, Granatapfel und Minze.


Toben Sie sich einfach aus. Der Geschmack wird Sie in jeder Hinsicht belohnen. Und wenn sich zu einem solchen Salat auch mal ein kleines Minuten-Steak verirrt, dann hat der Mund eben die Signale des Großhirns falsch gedeutet. Kann ja mal vorkommen. Niemand is(s)t schließlich perfekt.

Diese Kolumne erschien am 31. Juli 2019 in der Schweriner Volkszeitung.

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