Geschmackssache: Max is(s)t buntkariert…

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Max' Kulinarische Kolumne - Gemüse-Variation aus Rüben

Die Sonne sendet an manchen Tagen schon recht wärmende Strahlen aus. Das sollte Sie ermuntern, nach dem „strengen“ Winter Ihrem Körper wieder reichlich Vitamine zuzuführen, die bekanntlich gesundheitsfördernd und -schützend sind. Ich schlage Ihnen deshalb heute eine sehr schmackhafte Rüben-Variante vor, bei der es buntkariert zugeht. Vor allem aber kann man diese kunterbunte Mischung nahezu beliebig mit Fleisch und Fisch kombinieren. Sogar mit Pasta aller Art, die Sie sicherlich in Hülle und Fülle für den nächsten Winter bevorratet haben, kann man das Gemüse servieren.


Zum Einsatz können Karotten kommen, die es farblich mannigfaltig, beispielsweise in lila, orange, weiß, rot und gelb gibt. Zu den Rüben zähle ich außerdem Rote Bete, Rettich, Teltower Rübchen, Schwarzwurzel, Topinambur, Pastinake und Petersilienwurzel. Die Erläuterung, dass die Steckrübe nicht unter Rübe einzuordnen ist, will ich Ihnen an dieser Stelle ersparen. Trauen Sie such unter Umständen auch, Kohlrabi mit einzusetzen, der beispielsweise in der Schweiz als Rübkohl bezeichnet wird.

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Also Rübe hoch und los: Allem, wessen Sie in dieser Hinsicht habhaft werden können, wird erst einmal gut gewaschen und geputzt. Nun beginnt bereits die kreative Rüben-Phase. Schneiden Sie die Dinger in etwa gleichgroße, aber je nach Garzeit auch etwas unterschiedliche Würfel. Das geht dann unter buntkariert durch, denn jede Seite zeigt Ihnen je nach Blickwinkel ein rautenförmig-kariertes Gesicht.


Garen können Sie das Gemüse auf verschiedene Art: Sie dünsten es unter geringer Hitze in einer großen Pfanne. Oder Sie lassen es im Ofen in Folie mit Butter und Gewürzen Ihrer Wahl bissfest garen. Je nach Bedarf an Garzeit kann man die Rübensorten auch einzeln oder mit weiteren garen und schließlich alle zusammenführen. Da hilft eigentlich nur kontrollieren. Ein kleiner Stich mit einem spitzen Messer sorgt in dieser Hinsicht für entsprechende Erkenntnisse. Die dunkle Urkarotte beispielsweise braucht länger als ihre andersfarbigen Weggefährten. Wer es ganz modern anpacken möchte, verbannt das Gemüse in einen Vakuumbeutel und gart alles bei ganz wenig Hitze.


Das fertige Rüben-Gemüse kann nun mit etwa 50 Gramm Crème fraîche und mit Kräutern wie Kerbel unterzogen werden. Auch in dieser Hinsicht ermuntere ich Sie zum experimentieren. Final wird mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abgeschmeckt. Anrichten kann man das ganz nach Belieben mit Kartoffeln in Form von gekochten Würfeln, oder einem lauwarmen Kartoffelsalat. Auch ein Dip etwa aus Kräuterquark erzeugt eine geschmackvoll-frische Note. Selbst Käse wie Halloumi ist keine schlechte ergänzende Idee.


Die Palette ebenso bissfester wie schmackhafter „Beilagen“ reicht von einem deftigen Schnitzel oder Kotelett über Steaks aller Art bis hin zu Filets von Zander, Forelle und Co. Wie ich mich kenne, werde ich mir zu den gesunden Rübchenquadern ein Wiener Schnitzel gönnen. Und das muss man aus Kalbfleisch zubereiten. Alles andere ist eine Mogelpackung, wenn auch kein Verbrechen.


Und wenn Sie nun denken, dass Max heute kariert gequatscht hat, sollten Sie immerhin würdigen, dass ich das „Wort der Stunde“ aus gutem Grunde vermieden habe. Denn sonst wäre mir die Lust am kochen, erst recht am essen, vergangen.

Diese Kolumne erschien am 18. März 2020 in der Schweriner Volkszeitung.

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