Kommentiert: Durch Freude zum Erfolg

kuechenheilige2018

Spitzenköche entwickeln neues kulinarisches Format und werben für die Branche

Heiligendamm. Spitzenköche in MV haben ein neues kulinarisches Format konzipiert, das für den Beruf wirbt und gleichzeitig den Nachwuchs fördert. Das war mit dem vordergründig-plakativen Konzept des „Großen Gourmet Preis“ längst nicht mehr gegeben. Ab kommenden Samstag laden die Küchenchefs Ronny Siewert vom Gourmet-Restaurant „Friedrich Franz“* und Steffen Duckhorn vom Kurhaus-Restaurant des Grand Hotel Heiligendamm zu den „Küchenheiligen“ ein. Das soll der Auftakt einer Veranstaltungsserie im Stil einer großen Küchenparty sein.


Denn die Kochszene hat allgemein ein Problem. Die Rate der Berufsabbrecher liegt bei fast 50 Prozent, was nach Ansicht der Gastgeber auch darin begründet ist, dass viele Auszubildende im Vorfeld nicht wissen, was den Kochberuf tatsächlich  umfasst. Siewert: „Viele wollen beispielsweise TV-Koch werden. Sie vergessen aber, dass der Weg dorthin gut 20 Jahre dauern kann, weil man sich viel Wissen auf seinem Gebiet aneignen muss.“ Ratsam sei es immer, ergänzt  Duckhorn, ein Praktikum in verschieden gastronomischen Einrichtungen zu absolvieren, um sich ein klares Bild von der beruflichen Realität zu machen.

kolumne3

Diesem Anliegen verpflichtet werden die „Küchenheiligen“ ein Konzept umsetzen, in dem die gestandenen Profis zusammen mit dem Nachwuchs agieren. So wird es auch eine Kochstation  geben, die ein Gericht von Schülern aus der Doberaner Berufsschule anbietet und eine Kochstation, die von Azubis aus dem Kurhaus bedient wird. Außerdem wird es künftig eine Kooperation mit der Berufsschule geben, in dem das Hotel die Praxisküche mit besonderen Produkten unterstützt.


Zusammen mit den Sterneköchen des Abends wird auch Helge Balow kochen. Der Küchenchef aus dem Trihotel Rostock war einst Azubi in Heiligendamm und hat sich engagiert und zielstrebig weiterentwickelt. Man wird also, so Siewert, Aktionen mit Jungköchen beibehalten und ausbauen.


Mit dabei sind ebenfalls Pierre Nippkow vom Restaurant „Ostseelounge“* in Dierhagen und Daniel Schmidthaler vom Restaurant „Klassenzimmer“* in der Alten Schule in Fürstenhagen. Ebenso wie sein Kollege aus Heiligendamm sieht Schmidthaler die Attraktivität des Berufes unter anderem darin, dass der Kochberuf eine Fahrkarte in die Welt sein kann. Dafür müsse man allerdings leben. Das vermittle er auch seinen Azubis, von denen bisher keiner die Ausbildung abgebrochen hat. Sein Anliegen wäre, so Schmidthaler, die Steuersätze in der Gastronomie zu senken, damit man das auf die Mitarbeiter umschlagen könne.

Weitere kulinarische Akteure sind die Sterneköche Tom Wickboldt vom Gourmet-Restaurant „The O’Room“* in Heringsdorf, André Münch vom Restaurant „Butt“* in Rostock-Warnemünde sowie Björn Kapelke vom Gutshaus Stolpe*. Der in der Kritiker-Szene hoch gelobte Wickboldt meint übrigens, dass auch die Konsumgesellschaft ihren Beitrag zur hohen Abbrecherrate leistet. Schneller Ruhm, schnelles Geld:  Es fehlen seiner Meinung nach die alten Werte.  Glück resultiert für ihn aus Respekt  vor dem Handwerk und dem Verständnis von Dienstleistung als Win-win-Situation zwischen Anbieter und Gast. Wickboldt: „Wir sind verantwortlich dafür, unseren Mitarbeitern Respekt zu vermitteln sowie finanzielle Sicherheit und damit berufliche Zukunft zu bieten. Dann binden Sie sich auch gerne an ein Unternehmen.“


Das hört auch der Hotel- und Gaststättenverband in MV mit Wohlwollen. DEHOGA-Präsident Lars Schwarz: „Ich bin gespannt auf das neue Konzept. Wir planen gegenwärtig eine Imagekampagne für die gastgewerblichen Ausbildungsberufe und wollen und werden die Jugendlichen dort abholen, wo sie sind - in der Schule, frisch, jung und modern…“ Man trete darüber hinaus, so Schwarz, für ein konzertiertes Vorgehen von Politik und Wirtschaft mit Blick auf MV als einen attraktiven Ausbildungs- und Arbeitsstandort ein.


Nicht unerwähnt bleiben soll außerdem, dass ein Teil des Erlöses der „Küchenheiligen“ dem Erhalt der historischen Klosteranlage rund um das Doberaner Münster zugutekommt.

Diesem Anliegen verpflichtet werden die „Küchenheiligen“ ein Konzept umsetzen, in dem die gestandenen Profis zusammen mit dem Nachwuchs agieren. So wird es auch eine Kochstation  geben, die ein Gericht von Schülern aus der Doberaner Berufsschule anbietet und eine Kochstation, die von Azubis aus dem Kurhaus bedient wird. Außerdem wird es künftig eine Kooperation mit der Berufsschule geben, in dem das Hotel die Praxisküche mit besonderen Produkten unterstützt.


Zusammen mit den Sterneköchen des Abends wird auch Helge Balow kochen. Der Küchenchef aus dem Trihotel Rostock war einst Azubi in Heiligendamm und hat sich engagiert und zielstrebig weiterentwickelt. Man wird also, so Siewert, Aktionen mit Jungköchen beibehalten und ausbauen.


Mit dabei sind ebenfalls Pierre Nippkow vom Restaurant „Ostseelounge“* in Dierhagen und Daniel Schmidthaler vom Restaurant „Klassenzimmer“* in der Alten Schule in Fürstenhagen. Ebenso wie sein Kollege aus Heiligendamm sieht Schmidthaler die Attraktivität des Berufes unter anderem darin, dass der Kochberuf eine Fahrkarte in die Welt sein kann. Dafür müsse man allerdings leben. Das vermittle er auch seinen Azubis, von denen bisher keiner die Ausbildung abgebrochen hat. Sein Anliegen wäre, so Schmidthaler, die Steuersätze in der Gastronomie zu senken, damit man das auf die Mitarbeiter umschlagen könne.

Das könnte Sie auch interessieren

Hier finden Sie ein paar Vorschläge zum Weiterlesen.

x

Diese Website speichert Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.