Geschmackssache: Max is(s)t wahlweise …

kulinarische-kolumne-1225

Fisch-Variationen

In den letzten Wochen ging es an dieser Stelle ganz schön zur Sache, was die Kalorien betrifft. Man muss schließlich ein paar Körner mehr auf den Rippen haben, wenn der meterhohe Schneewinter einzieht. Wer’s glaubt, wird selig … Trotzdem musste ich mich kürzlich beim Frühstücksgespräch der Kritik aussetzen, etwas für die schlanke Linie auf den Mittagstisch zu bringen. Kein Problem: Eine meiner leichtesten Übungen. Zumal auch ich schon länger wieder Bock auf Fisch habe. Sie finden auf dem Wochenmarkt beim Fischer Ihres Vertrauens sicher wahlweise ein kapitales Stück Zander, Saibling, Heilbutt oder gern auch eine stattliche Forelle. Die bekommen Sie sicher auch fachmännisch ausgenommen als Filet über den Ladentisch gereicht.


Zu Hause ritzen Sie den Fisch auf der Hautseite etwas ein, bestreuen mir grobem Salz aus der Mühle und mehlieren leicht. Dann wird der Fisch, ich habe mich für Saibling entschieden, auf der Hautseite in heißem Butterschmalz bis zu fünf Minuten gebraten.

rot-rot-4

Nach gut zwei Minuten fügen Sie zwei halbierte Knoblauchzehen und je einen Zweig Rosmarin und Thymian sowie etwas Zitronensaft oder kleine Zitronenstückchen hinzu. Erst kurz vor dem Anrichten wird der Fisch kurz gewendet. Und wer sagt denn, dass man auf diese Weise nicht auch zwei Sorten Fisch auf den Teller bringen kann.


Dazu können Sie beispielsweise kleine Kartoffelklößchen kombinieren, die Sie aus gekochten Kartoffeln, aber auch aus Fertigteig (aus Thüringen, versteht sich) mit Muskat und Salz gewürzt zubereiten können. Diese Klößchen sollten aber wirklich Miniformat von etwa drei Zentimetern Durchmesser besitzen. Lassen Sie die Bällchen ein paar Minuten in leicht siedendem Salzwasser ziehen. Raus aus dem Top, abtropfen lassen und vor dem Anrichten in gebräunter Butter schwenken. Als Geschmacksverstärker kann ich mir einen würzigen Schaum vorstellen, wie ich es einmal bei Spitzenkoch Björn Freitag gesehen habe.


Dafür lassen Sie zwei Specksorten Ihrer Wahl aus und fügen dem kleine Würfelchen Schalotten bei. Dann kommen dazu noch ganz nach Geschmack etwas Frischkäse, Apfelessig und Gemüsefond sowie ein ordentlicher Schluck trockener Weißwein. Alles köcheln lassen, mit Salz abschmecken, durch ein feines Sieb passieren, mit grünem Pfeffer anreichern und mit einem Mixer aufschäumen. Das ist eine edle Kombi, kann ich Ihnen versichern.


Da es heute aber um wahlweises Essen geht, kann ich mir als Surf-and Turf-Variante auch ein fulminantes Steak zum Fisch vorstellen. Es ist aber ein Fall vom Denkste, wenn Sie nun Fleisch wähnen. Denn das Steak bereiten wir aus dicken Rot- oder Weißkohlscheiben zu, die mit einer pikanten Marinade bestrichen werden, in der auch weihnachtlicher Punsch verarbeitet ist. Kombiniert wird das Ganze mit einem deliziösen Bohnen-Püree. Ein Blick in meine Rezeptothek sei Ihnen dringend empfohlen. Dass ich wahlweise auch noch ein „richtiges“ Steak in Reserve habe, muss ja niemand wissen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Ausprobieren meiner Rezept-Ideen ... Mahlzeit.


Das Kolumnen-Titelfoto für den Monat Dezember zeigt ein Gericht aus dem aktuellen Menü aus dem Gourmetrestaurant "1751" im Weinhaus Uhle in Schwerin.

Diese  Kolumne erschien am 13.12.2025 in allen 9 Regionalausgaben der Schweriner Volkszeitung, in den Norddeutschen Neuesten Nachrichten und im Prignitzer sowie in 10 Regionalausgaben des Nordkurier in MV und der Uckermark.

Das könnte Sie auch interessieren

Hier finden Sie ein paar Vorschläge zum Weiterlesen.