Geschmackssache: Max is(s)t kunterbunt …

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Bunter Salat mit Käse

Als ich diese Kolumne schrieb, präsentierte sich mir draußen ein herrlicher Wintertag: Blauer Himmel, Sonnenschein und strahlend weißer Schnee. Eigentlich hatte ich ein anderes Motto im Kopf. Aber ich wollte dem Ganzen nun noch eine bunte kulinarische Note verleihen. Also geschmacklich-kombinatorisch ran an die Farben und damit verbundenen Genuss. Auf die zündende Idee hat mich eine Köchin aus dem Rheinland gebracht. Sie hat einen würzig-bunten Salat mit gebratenem Käse kreiert, den ich Ihnen variiert anbieten und Ihre kochende Kreativität anregen möchte.


Dafür garen Sie Linsen Ihrer Wahl etwa in einer Gemüsebrühe bissfest. Schon dabei können Sie farbliche Nuancen setzen, wenn Sie festkochende Sorten wie schwarze Belugalinsen, grüne Linsen, blau-grüne Puy-Linsen und/oder braun-rote Berglinsen kombinieren. Die kleinen Dinger werden sodann abgegossen und noch warm in eine Vinaigrette gegeben, die es in sich hat. Diese Mische bereiten Sie aus dem Saft und dem Abrieb einer (Blut-)Orange, Senf, Honig, Essig und Öl zu, die Sie mit Salz und Pfeffer und nach Geschmack mit einer speziellen Gewürzmischung orientalischer Herkunft anreichern. Für deren Auswahl lohnt sich ein Gang in den gut sortierten Super- oder Fachmarkt. Und Sie dürfen auch hier mutig kombinieren, oder in meine Rezeptothek schauen.

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Außerdem fügen Sie eine feingewürfelte Schalotte sowie klein gewürfelte Früchte wie Datteln, Feigen oder Rosinen hinzu. Ich habe mich für Aprikosen entschieden. Die ergeben getrocknet oder frisch eine besondere Note und Sie können auch einen „wönzigen Schlock“ von deren Saft verarbeiten. Nun haben Linsen und Vinaigrette eine halbe Stunde Zeit, sich geschmacklich zu vermählen. In der Zwischenzeit geht’s ran an den Käse. Der muss einen mit fester Konsistenz verbundenen hohen Schmelzpunkt haben. Da fällt Ihnen sicher Halloumi ein. In einem Käsefachgeschäft wie bei Martina Mühlenberg in der Schweriner Mecklenburgstraße gibt’s aber etliche Alternativen. Ich sage nur: Indischer Paneer, finnischer Juusto oder lateinamerikanischer Queso Blanco. Lassen Sie sich einfach beraten.


Ich habe mich für die europäische Variante entschieden und den portionierten Käse mit einem Gemisch aus Pfeffer, Koriander, Kreuzkümmel, Majoran und Zitronenabrieb bestreut. Dann wird er in Öl auf beiden Seiten bis zu drei Minuten gebraten und final mit etwas Honig versehen in der Pfanne geschwenkt, bis er ein goldbraun glänzendes Antlitz hat. Dann kann schon angerichtet werden. Mein Käse und Linsensalat wurde an einem mit Orangensaft beträufelten Feldsalat, sowie jeweils dünnen Orangenfilets und gegarten Rote Bete-Scheiben platziert.


Zugegeben, das Ganze klingt etwas kompliziert. Ist es aber gar nicht. Ruhe bewahren und dabei ein Glas Wein genießen. Schon passt’s. Und Sie werden nicht darauf kommen, was ich zu diesem kunterbunten kulinarischen Potpourri reichen würde: Ein Baguette oder ein gut gewürztes Steak. In diesem Sinn: Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Ausprobieren meiner Rezept-Ideen ... Mahlzeit.


Das Kolumnen-Titelfoto für den Monat Februar zeigt ein Gericht von Enrico Back, Inhaber und Küchenchef im Hotel & Restaurant "Träbeser Bauernstube" in Meiningen: Rehrücken und -schulter | Rosenkohl | Petersilienwurzelpüree

Diese  Kolumne erschien am 28.2.2026 in allen 9 Regionalausgaben der Schweriner Volkszeitung, in den Norddeutschen Neuesten Nachrichten und im Prignitzer sowie in 10 Regionalausgaben des Nordkurier in MV und der Uckermark.

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