Kirche Vorland

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Kirche Vorland

Evangelische Kirche

Vorland Nr. 5 - 18513 Splietsdorf OT Vorland
Standort:
54°07'08.9"N / 12°54'53.1"E

 

Die Kirche Vorland im Landkreis Vorpommern-Rügen ist ein Backsteinbau aus der Zeit um 1300 mit einem noch älteren Chorgiebel. Turm und Westgiebel wurden nach einem Brand 1762 abgerissen. Die Kirche weist als eine der wenigen vorpommerschen Gotteshäuser vollständige Glasmalerei auf. Im Mittelfeld des Altaraufsatzes werden unter der Kreuzigung fast vollplastisch das Gleichnis vom verlorenen Sohn sowie seitlich die Gleichnisse von verlorenen Schaf und verlorenen Groschen dargestellt.

Die Kirche präsentiert sich dem Betrachter als Ensemble eines Backsteinsaals aus der Zeit um 1300, einem noch älteren quadratischen Chorgiebel und einer Nordsakristei. Hervorhebenswert ist die markante Backsteinbauweise. Der Chorgiebel ist über doppelten Zahnschnitt blendengegliedert. Auffällig auch das große gemauerte Kreuz und die Rauten an den Schrägen.


Die Ostwand des Chores stellt sich als gestaffelte Dreifenstergruppe dar, während die Nord- und Südseite Zwillingsfenster aufweist. Der Ostgiebel des Kirchenschiffes ist mit je zweiteiliger Maßwerkblende am Fuß gegliedert. Die Traufseiten des Giebels haben hohe Spitzbogenfenster.


Turm und Westgiebel wurden nach einem Brand 1762 abgerissen und danach ungegliedert, mit Wendeltreppe und Spitzbogenportal, erneuert. Im Kirchhof steht ein verbrettertes, quadratisches Glockenhaus mit Pyramidendach, das wohl aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts stammt.n Die Kirche verfügt über 3 Glocken etwa aus dem Jahr 1920 eines unbekannten Herstellers. Der Friedhof ist rings um die Kirche angelegt.

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Die Kirche ist eine der wenigen vorpommerschen Gotteshäuser, die eine vollständige Glasmalerei hat. Chor und Kreuzschiff weisen ein Kreuzrippengewölbe, die Schifffenster tiefe, spitzbogige Nischen auf. In der Sakristei gibt es schönes Kuppelgewölbe zu besichtigen. Den Altaraufsatz schmücken farbig gefasste Reliefschnitzereien (1949) von Max Uecker aus Greifswald. Im Mittelfeld unter der Kreuzigung werden fast vollplastisch das Gleichnis vom verlorenen Sohn sowie seitlich die Gleichnisse von verlorenen Schaf und verlorenen Groschen dargestellt.


Kanzel, Taufständer, Westempore und Gestühl stammen aus dem Jahr 1887. Der Taufstein ist aus gotländischem Kalkstein gefertigt. Die Orgel stammt aus dem Jahre 1875 und wurde von Friedrich A. Memel, Stralsund, gebaut.


Die Glasmalerei (1900/05) stammt teilweise aus dem Berliner Königlichen Institut für Glasmalerei. Die einzelnen Motive sind sehr sehenswert und reichen von der symbolhaften Darstellung von Tag und Nacht über Johannes den Evangelisten bis hin zur Taube des Heiligen Geistes. In der Kirche befindet sich auch eine Grabplatte mit Wappen und Inschrift des Ehepaares von Schlagenteufel (1786/1793). Weitere Details auf einen Blick: Neugotisches Prospekt mit Fialengliederung, bekrönendem Wimperg und Maßwerkschmuck. Dreifenstergruppe im Chor zur Passion Christi.


Anmerkung: Vorerst werden die einzelnen Kirchen in einer Art Template veröffentlicht. Die Feinheiten der Gestaltung der einzelnen Seiten sowie die Bearbeitung und Ergänzung der Fotos wird einem späteren Zeitpunkt vorbehalten sein.

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