Kommentiert: Großer Gourmet Preis – Hohe Kochkunst zum Auftakt

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Spitzenköche trafen sich in Sachsens heimlicher Hauptstadt

Wenn sich gleich sieben Spitzenköche mit einem Sterne-Potenzial von neun der begehrten kulinarischen Meriten in Leipzig treffen, muss das einen guten Grund haben. Den gab es auch mit dem Grand Opening zum Großen Gourmet Preis 2015, der einmal mehr die kulinarische Saison des renommierten Events einleitete. Andreas Dietz von der veranstaltenden Agentur desas freute sich sichtlich, erstmals in "Klein Paris" zu gastieren und eine so hochkarätige kulinarische Besetzung aufbieten zu können.  Gastgebendes Haus war das Steigenberger Grandhotel Handelshof im Herzen der Handels- und Messestadt. Hoteldirektor Hans J. Kauschke und sein Küchenchef Sandy Bohm war die Freude anzusehen, das Grand Opening auszurichten. Man kann davon ausgehen, dass das nicht die letzte kulinarische Gala in dem renommierten Haus war.


Mit von der kulinarischen Partie waren neb en Sandy Bohm diesmal Roel Lintermans*, Küchenchef im Restaurant Le Solistes by Pierre Gagnaire im Waldorf Astoria Berlin, Fernando P. Arrelano*, Küchenchef im Restaurant Zarranda des Hotels Castell son Claret auf Mallorca, Marcello Fabbri*, Küchenchef im Restaurant Anna Amalia des legendären Hotels Elephant in Weimar, Thomas Martin**, Küchenchef im Jacobs Restaurant des Hotels Louis C. Jacob an der Hamburger Elbchaussee, Thomas Bühner***, Küchenchef im restaurant La Vie in Osnabrück, und Pierre Nippkow*, der Küchenchef des Gourmetrestaurants Ostseelounge im Strandhotel Fischland im mecklenburgischen Dierhagen.

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Bei so viel kochender Kompetenz und Prominenz war es fast schon ein Selbstläufer, dass der Einladung in den Handelshof viele Gäste folgten. Die Gala, so General Manager Hans J. Kauschke, sei ausverkauft. Ansporn für das Küchen- und Serviceteam des Hauses, alles zu geben und den erwartungsvollen Gästen einen unvergesslichen Abend aus Unterhaltung und Genuss zu bieten.


Die Menüfolge der Veranstaltung glich einer grandiosen kulinarischen Sinfonie mit, abweichend vom musikalischen Pendant, acht Sätzen. Für die stimmungsvolle Ouvertüre sorgte Pierre Nippkow mit sehr schmackhaften und attraktiv angerichteten Amuse Bouches. Dazu gab es Champagner von Bollinger. Man weiß schon, das ist die Marke, der auch die Queen gern zuspricht, verrät Moderator Andreas Dietz augenzwinkernd.


Roel Lintermans wartete mit einem vorzüglichen Kabeljau an Comté-Käse mit Fenchel, Kaiserschoten und Kräutern auf. Faszinierend, wie er es verstand, die Zutaten zu kombinieren und geschmacklich aufeinander abzustimmen.

Dem nicht nach stand das mit einer Creme von karamellisierten Zwiebeln angeräucherte Rind, das Fernando P. Arrelano auf den Tisch brachte. Der für perfekte Ästhetik beim Anrichten bekannte beste Koch Mallorcas überzeugte auch in Leipzig von seinem großen Können und dem Sinn für harmonischen Geschmack.


Der Italiener Marcello Fabbri, den die Weimarer längst eingemeindet haben, kochte erwartungsgemäß das, was er eigenem Bekunden zufolge am besten kann: Ravioli. Die setzte er mit wilden Garnelen und schwarzen Trüffeln in  Szene. Lohn seiner aufwendigen Arbeit war nahezu frenetischer Beifall für einen Koch, den die Leipziger wohl als eine Art Lokalmatador feierten.


Auch Thomas Martin setzte auf  Fischiges und zauberte einen perfekt gegarten bretonischen Steinbutt mit Champagner Beurre Blanc und Mairübchen. Köstlich kombiniert und angenehm dezent aromatisch angerundet.

Wer meint, dass einem Drei-Sterne-Koch ein einfacher Kartoffelschaum nicht gut zu gesucht steht, der muss sich bei Thomas Bühner entschuldigen. Der überraschte mit diesem simpel anmutenden Gang, kombiniert mit einem Kürbis-Curry-Eis. Beim ersten Probieren etwas salzverliebt anmutend, entpuppte sich der Kartoffelschaum mit dem wohltemperiert kühlen Eis als echter kulinarischer Kracher. Respekt, Maitre.


Richtig aufwendig ging es beim Hauptgang von Sandy Bohm zu, den er wohl auch als Einstieg in die kochende Elite verstanden hat. Er präsentierte den geneigten Gaumen ein toll auf den Teller gesetztes Wagyu Rinderfilet mit Morchel Ragout, knuspriger (darauf muss man erst einmal kommen) Gänsestopfleber und einer Sauce lie de vin. Die Gäste dankten es ihm und seinem Team mit großem Beifall. Süß-aromatischer Abschluss des Menüs waren Frühlings-Beeren mit Champagner und Minze.

Moderiert wurde der Abend auch aus der Küche humorig-eloquent von Ecco Weber. Für mitreißende musikalische Höhepunkte sorgten die Rockhouse Brothers mit sehenswerten akrobatischen Einlagen.


Einmal mehr trugen darüber hinaus die Champagner Marke Bollinger, das Tafelwasser LIZ von der Privatquelle aus dem Haus Elisabethen sowie eine Reihe von Weingütern zum Gelingen der Gala bei.

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Dieser Beitrag wurde weitestgehend ohne persönliche Wertung
und im Auftrag für die veranstaltende Agentur  geschrieben.

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